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Die Anfänge von Langenwolmsdorf

 


Ein Blick in die Geschichte Langenwolmsdorf im Mittelalter

um 1000

Nach der Eroberung der ostelbischen slawischen Gebiete zogen fränkische Stämme ostwärts und siedelten sich zwischen den schon bestehenden slawischen Ortschaften an. Durch die Franken wird wohl auch Langenwolmsdorf entstanden sein. Langenwolmsdorf ist ein Waldhufen- und Reihendorf.

1232

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt im Jahre 1232 anlässlich eines Streites um die Neufestlegung bzw. Ziehung der Grenze zwischen dem König von Böhmen und dem Landes- und Kirchenherren zu Meißen. Ursprünglich hieß unser Ort (um 1232) Volueramesdorf, wohl nach dem Anführer der Siedler Wolfram benannt. Im Verlaufe der Jahrhunderte hat unser Ort mehrfach seinen Namen gewechselt. Zum Beispiel: 1232 Volueramesdorf (C II, 1, 102) 1262 Wolueramisdorph 1434 Wolframstorff 1537 Wolframsdorff 1559 Wolmsdorff 1567 Lang Wolmßdorff 1619 Langen Wülßdorff 1622 Langenwulmßdorff und erst ab dem 19. Jh. Langenwolmsdorf, oder auch nur Wolmsdorf

1340

Nach der matricula jurisdictionis episcopatus Misnensis (Übersetzung: Verzeichnis des Gerichtsbezirkes des Bischofs von Meißen) von 1340 war „Wolfframsdorff“ zur sedes (Erzpriesterstuhl) Stolpen (Jockrim) gehörig. Die älteste urkundliche Erwähnung der Kirche erfolgte aber erst 1495 in der Redaktion der Meißner Bistumsartikel.

14. Jh. (Mitte)

Pest in Langenwolmsdorf

1427

Auswirkungen des Hussitenaufstandes in unserer Gegend

1518

Schon aus einem alten Register von 1694, der sogenannten Schützenlade, ergab sich, dass ein Vogelschießen in Langenwolmsdorf „anno 1518 tempore Episcopi Johannis Septimi (Übersetzung: im Jahre 1518 zur Amtszeit des Bischofs Johann VII.) bereits schon im Schwange gewesen“ sei.... . Die Schützengesellschaft ist jedoch durch das „leidige Kriegswesen“ eingegangen. Doch der Amtmann zu Stolpen, Andreas Becker, rief sie wieder ins Leben und errichtete am 10. Juni 1665 eine Vogelstange. Der Vater von August dem Starken war im Jahre 1665 einer der ersten Schützenkönige von Langenwolmsdorf. Er bewilligte sogar, dass aus dem Amt jährlich 10 Reichsthaler und 12 Scheffel Korn für das Vogelschießen abgeführt wurden. Bald danach scheint sich die Gesellschaft in eine Büchsengesellschaft umgewandelt zu haben, denn im Jahre 1697 wird von einer "Büchsengesellschaft" von nahezu 60 Mann gesprochen. Nach 1740 gibt es aber kaum noch Erwähnungen zum Schützenverein. Die Schützengesellschaft bestand jedoch (nach „Hauschke“) bis in den zweiten Weltkrieg hinein und jährlich wurde außer dem Übungsschießen ein Schützenfest veranstaltet. In Auswirkung des Krieges mussten alle Waffen 1945 (auch Jagdwaffen) abgegeben werden.

1559

Ab Mitte des 16. Jh., nach der Einführung der Reformation, die in den Ortschaften um Stolpen her Anfang 1559 erfolgte, gehörte die Parochie (Pfarrstelle) zur Ephorie (Kirchenbezirk) Bischofswerda. Nach Meiche ging das Pfarrlehen des Amtes Stolpen 1559 durch Tauschvertrag vom Bischof auf den Kurfürsten über.

1580

Unmittelbar an der Friedhofsmauer befindet sich das 1580 erstmals erwähnte erste Schulgebäude von Langenwolmsdorf. Die linke Hälfte dieser Kate nahm das Klassenzimmer ein. Hier wurden die Kinder aller Klassenstufen unterrichtet. Die Einrichtung bestand aus roh gezimmerten langen Tischen mit sägebockähnlichem Gestell. Rechts und links davon standen gleich lange Sitzbänke. Als Arbeits- sowie Anschauungsmittel diente eine Schreibtafel und später kam noch eine „Rechenmaschine“ dazu. Der erste Lehrer war Kaspar Quittel, der schon seit 1571 als Kustos (Küster oder Kirchner) in Langenwolmsdorf waltete. Er wohnte im Schulgebäude im oberen Stockwerk. Noch viele weitere Lehrer dienten in dieser Schule bis das Gebäude am 10. August 1852 durch eine Versteigerung an den 22-jährigen Ernst August Louis Forker überging, der es am 2. Dezember 1852 an seinen Vater, den Erblehngerichtsbesitzer Carl August Forker abtrat. Die Gemeinde erhielt für das Gebäude 540 Taler. Nachdem 1999 die Langenwolmsdorferin Irene Hantsch auszog, wurde das Haus von einer jungen Familie bezogen und ausgebaut. In diesem Zusammenhang kam das alte Klassenzimmer zum Vorschein, welches im Laufe der Jahre durch Trockenwände aufgeteilt worden war.

1602

In den Jahren 1602/1603 hatte man in der alten Kirche, sie stand oberhalb der 2.Schule an der Straße, „eine Schlaguhr uff die groß Kirchenglocken“ erbauen lassen. Knapp 30 Jahre später, am 13. April 1637 sank sie in Schutt und Asche. Es war der 2. Osterfeiertag. Nach der Kirchenrechnung von 1641 heißt es darüber: „Die hiesige Kirche wurde von den Kaiserlichen Völkern im Hatzfeldischen Marsch erbärmlich in die Asche gelegt und vom Grunde aus abgebrannt.“

Dez.1606 – Nov. 1607

Pest in Langenwolmsdorf




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